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Wort&Welt: An den Sommer

Die Trägheit des Sommers verdampft, die Strände Italiens sind verwaist, und zurück bleibt eine kollektive Verwirrung vor der Kulisse der anstehenden Herbstwahlen 2026. Wer glaubt, Franz Kalmbach habe in seiner Kolumne „An den Sommer“ nur ein paar Ferienerinnerungen aufgewärmt, unterschätzt die diagnostische Schärfe dieses Beitrags. Das ist kein Sommerkommentar, sondern eine zeitlose, bildungs- und gesellschaftskritische Sezierung unserer Gegenwart.

Kalmbach nutzt das Schulabschlusslied „Zieh mit der Sonne“ (Hermann Hesse) als Skalpell, um den Mief deutscher Klassenzimmer, die intellektuelle Bequemlichkeit des öffentlich-rechtlichen Talkshow-Bürgertums und die schleichende politische Demenz freizulegen. Er zeigt ohne Umschweifungen, wie der kollektive Südeuropa-Tourismus bei 47 Grad im Schatten zum Thanatos-Trieb einer überhitzten Gesellschaft verkommt, die verlernt hat, echte Fragen zu stellen. Statt in lethargischer Spätzle-Gemütlichkeit zu verharren, blickt er auf das Folkemøder in Bornholm und eine daher inspirierte Veranstaltung an seiner Schule, um vorzumachen, wie kompromisslose Debattenkultur abseits vorgefertigter Parteien-PR funktioniert.

Was bleibt, ist die Absage an naiven Zweckoptimismus und die Erfindung einer neuen Haltung: Ein kaltblütiger, skandinavischer Trotz-Optimismus. Wenn die Systeme kollabieren, dann begegnen wir dem Verfall nicht mit Zynismus, sondern mit Stil, Bio-Merinowolle und einem perfekt zubereiteten Flat White im Nieselregen von Kopenhagen.

Abgerundet durch die Poesie von Sibylle Berg ist dieser Beitrag ein stilvoller Stoßdämpfer für den Kopf – egal ob im Juli-Sonnenschein oder im grauen Novembernebel.

Jetzt reinhören, Haltung annehmen und mit der Sonne ziehen!

Elektroschrott – ab in die Tonne?

Copyright e.tage medien.bildung

Was passiert eigentlich mit einem Handy, einem Föhn oder einer Spielkonsole, wenn sie kaputtgehen? Einfach wegwerfen oder steckt noch etwas Wertvolles darin?

Die Grundschülerinnen und Grundschüler der Martin-Schaffner-Schule haben nachgeforscht. Sie waren auf dem Recyclinghof, im MediaMarkt und an der Technischen Hochschule in der Abteilung Elektrotechnik. Dabei wollten sie herausfinden: Ist Elektroschrott wertvoll oder gefährlich? Kann man alte Geräte reparieren? Und wie viel Elektroschrott landet täglich auf dem Recyclinghof?

Freut euch auf spannende Umfragen, interessante Experteninterviews, unterhaltsame Moderationen und natürlich jede Menge Musik. Schaltet diesen Freitag um 15 Uhr ein bei „Elektroschrott – ab in die Tonne?“ – eine spannende Radiosendung von Kindern für Kinder und Erwachsene!

 

Verantwortlich für diese Produktion ist Claudia Schwarz

Freitag 18.09.26 um 15:00 Uhr 

Gefördert durch: LFK - Die Medienanstalt für Baden-Württemberg

Lauf in meinen Schuhen - Ulmer Friedenswochen

Ausgrenzung kann ganz unterschiedliche Gesichter haben und manchmal dort stattfinden, wo wir sie gar nicht sofort erkennen können. Umso wichtiger ist es, nicht wegzuschauen und aufeinander zuzugehen. Manchmal reicht schon ein bisschen mehr Zuhören, um einander besser zu verstehen. Wir von der Tagesredaktion haben zugehört bei der Veranstaltung “Lauf in meinen Schuhen” am Mittwoch, 09.09. 

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Ulmer Friedenswochen statt. Dort haben uns drei Menschen ihre Geschichten erzählt, wie sie Ausgrenzung im Alltag erleben und was wir alle dagegen machen können.

Mehr erfahrt ihr im Get up! um 11:00 Uhr, oder einfach hier in unserer Mediathek

Die Europäische Woche des Sports - Lina Eraso, Katharina Zehnle & Katharina Lauhöfer

BeActive: Sport aus aller Welt verbindet Ulm und Neu-Ulm. Unter diesem Motto findet vom 23. bis 30. September auch in Ulm und Neu-Ulm die Europäische Woche des Sports statt. Ziel der Kampagne ist es, möglichst viele Menschen für mehr Bewegung zu begeistern – unabhängig von Alter, Herkunft oder Fitnesslevel. Ein besonderes Highlight vor Ort ist der interkulturelle Aktionstag Bewegung verbindet – Sport aus aller Welt in Ulm und Neu-Ulm am 25. September 2026. Auf der Donauwiese unterhalb des Metzgerturms und vis à vis bei den Donaustufen am Neu-Ulmer Jahnufer erwartet die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Programm mit kostenlosen Mitmachangeboten, Vorführungen und Aktionen aus verschiedenen Ländern und Kulturkreisen. Ob Korfball aus den Niederlanden, Capoeira aus Brasilien, Salsa aus Kuba, Lacrosse aus Nordamerika, bulgarische Kreistänze oder Roundnet aus den USA: Zahlreiche Vereine und Initiativen laden dazu ein, neue Bewegungsformen auszuprobieren und die verbindende Kraft des Sports zu erleben.

Ergänzt wird das Programm durch weitere Mitmachaktionen rund um die Themen Sport, Europa und Vielfalt. Im Mittelpunkt steht die Idee, dass der Sport Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Sprache zusammenbringt und Begegnungen schafft – ganz im Sinne der europäischen Werte Offenheit, Vielfalt und Zusammenhalt.

Bei Michael Troost berichten heute in der Plattform Lina Eraso von der Stabsstelle Interkulturelles Neu-Ulm (Stadt Neu-Ulm), Katharina Zehnle von der Abteilung Bildung und Sport der Stadt Ulm sowie die Leiterin des Zentrums Europe Direct beim Donaubüro Ulm/Neu-Ulm Katharina Lauhöfer, was hinter der Europäischen Woche des Sports steckt und was bei den geplanten Aktionen und Mitmachangeboten zu erwarten ist.

donaubuero.de

www.beactive-deutschland.de

Das Ruhetal - Sommerferien in Ulm

UH, OH, OOH, BENA, INA, SpiZwiBu, KUH, Kiese, VoBeWo

Wer jetzt weiß, was das bedeutet, der hatte in seiner Kindheit mit Sicherheit ziemlich gute Sommerferien. Und zwar im Ruhetal, der Ferienfreizeit in Ulm unterhalb der Wilhelmsburg.

In den Sommerferien zwei Wochen Gruppenprogramm, Gemeinschaft, Abkühlung im Pool, Morgen- und Abendbühne und einfach eine gute Zeit verbringen.

Die Abkürzungen gehören ganz natürlich zum Ruhetal dazu und zeigen vielleicht auch: wer sie kennt, ist Teil einer Gemeinschaft.

In unserem Beitrag geben die Jugendlichen uns des P15 eine Audioführung über das Gelände. Was P15 ist und was die ganzen anderen Abkürzungen bedeuten, das hört ihr im Beitrag.

Der Green Places Day rund um den östlichen Münsterplatz: Mehr Raum für Mensch und Grün - Annika Morath, Petra Schmitz & Zoé Swearengin

Nicht nur in der Ulmer Innenstadt nehmen Fußgängerzonen, Fahrradstraßen und verkehrsberuhigte Bereiche zu; sehr zum Vorteil für Mensch und Umwelt: Mehr Grün, mehr Sicherheit für Fuß- und Radverkehr, weniger Lärm, mehr Leben! Dass trotzdem oft Autos dominieren, hängt (nach wie vor) mit Ausnahmeregelungen, Unwissenheit oder schlicht mit der Ortsunkenntnis der Verkehrsteilnehmer:innen zusammen.

Am Samstag, den 19. September findet das 2. Mobilitätsforum mit Green Places Day rund um den Erlebnisraum m25 am östlichen Münsterplatz statt. Hierzu hat das Agendabüro der Stadt Ulm 25 Partnerorganisationen eingeladen, die sich und ihre Aktivitäten an Aktions- und Mitmachständen präsentieren werden. Mit ihren Aktionen laden sie zum Spielen, Verweilen und Sich-informieren ein. Zudem kann man sich in einer um das m25 installierten Ausstellung unter dem Titel „Mobilität im Wandel“ schlau machen.

Annika und Petra erläutern, zusammen mit ihrer BFDlerin Zoé, in der heutigen Plattform bei Rudolf Arnold das diesjährige Programm.

www.ulm.de

www.ulm-agenda21.de

Happy Morning am 16.09.

Happy Morning

Am Mittwoch von 07:00 bis 09:00 Uhr versorgt euch Stö in der "Happy Morning" Radio Show wieder mit guter Musik abseits des Mainstreams, Veranstaltungstipps aus Ulm & Umgebung, lokalen Sportnews, interessanten Beiträgen und vielem mehr!

Perfekt zum Pendeln, Kaffeetrinken oder im Bett liegen und so tun, als wärt ihr schon wach.

Also einschalten - Happy Morning macht euren Morgen ein kleines Stück fröhlicher!

Neu on Air auf free FM: TRX - Marc Herrmann plaudert aus dem Nähkästchen

"Genau die Sendung, die ich schon immer machen wollte – vielleicht auch, weil ich sie schon immer lebe. Mein Leben war begleitet und geprägt von Musik. Bis heute mache ich Musik, sie hat mir durch bittere Zeiten geholfen und immer wieder die Energie geschenkt, Dinge zu tun, die mir Freude machen." Oder: "Spiel mir dein Mixtape vor, und ich bekomme eine Ahnung davon, wer du bist.“
 

Moderator Marc begann 1987, in der wilden Gründerzeit der Privatradios, mit dem Radiomachen. Ja, es war wild und etwas räudig – heute kaum noch vorstellbar: Nachtsendungen mit dem eigenen Plattenkoffer, Albumtracks, freie Themenwahl und gerne auch einmal provokant, um sich von den etablierten Öffentlich-Rechtlichen abzugrenzen. Von diesen Ideen hat sich das Privatradio heute maximal weit entfernt. Deshalb kehrte Marc seiner großen beruflichen Liebe 2020 den Rücken.

Bei free FM setzt er seine Sendungsidee nun um. Seit gestern hört ihr ab sofort jeden Montag von 19 bis 20 Uhr Menschen und ihre Musik. Der Sendungstitel TRX greift die doppelte Bedeutung des englischen Begriffs track auf: Er steht sowohl für ein Musikstück als auch für einen unbefestigten Weg, den verschlungenen Pfad durchs Leben.

Heute plaudert Marc bei Gastmoderator Frank Riehtdorf in der Plattform aus dem Nähkästchen.

Herbstaktivitäten – Was tun, wenn die Temperaturen wieder kälter werden?

Ulmer Freiheit

Die Temperaturen werden kühler, es wird morgens später hell und die Bäume fangen an sich zu färben. Der Sommer neigt sich definitiv dem Ende zu, meteorologisch sind wir bereits im Herbst, kalendarisch in gut einer Woche, ab dem 23. September, auch. Zeit, dass wir uns darüber unterhalten, was wir unternehmen können, wenn es uns eher nach drinnen verschlägt.
Euer Programm für den Herbst erarbeiten wir am Montag 14. September 2026 in der Ulmer Freiheit mit Moderator Maximilian Strauß von 13 Uhr bis 16 Uhr. Seid dabei!

Die Ulmer Thesen. Ideen zu einer Grundhaltung aller pädagogisch Handelnden - Ursula Usadel-Schröder

"Bildung stellt sich nicht automatisch ein, man muss sie wollen und pflegen, ganz ähnlich wie die Demokratie." Ursula Usadel weiß, wovon sie spricht. Als ehemalige Lehrerin ist sie davon überzeugt, dass Schule vor dem Hintergund der technologischen Neuerungen und den aktuellen gesellschaftspolitischen Herausforderungen mehr denn je einer herkulischen Aufgabe gleicht. Zusammen mit ihren Mitstreiter:innen hat sie daher einen Kanon von Haltungsempfehlungen für gelingendes Lernen entwickelt: Die Ulmer Thesen! Alle zehn dieser Thesen für nachhaltige Bildung drehen sich letztlich um den Aufbau und den Erhalt einer wertschätzenden Beziehung zwischen allen Beteiligten im Umfeld der Schule. Diese wiederum soll und muss in erster Linie für die Schülerinnen und Schüler da sein. Vertrauen und Anerkennung sind bessere Schulmeister als Misstrauen und Abwertung.
 
Heute zu Gast bei Maximilan Strauß: Die Bildungsaktivistin und Grundschullehrerin im Ruhestand Ursula Usadel.
 

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