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südnordfunk

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Aus Print mach mehr - iz3w on Air! So die Devise der Zeitschriften-Redaktion des Informationszentrum 3. Welt in Freiburg (iz3w). Mit dem südnordfunk sendet das iz3w seit Juni 2014 eine monatliche Magazinsendung bei Radio Dreyeckland in Freiburg. Mit ausgewählten Inhalten und Debatten und Stimmen aus dem globalen Süden. Jetzt auch auf Radio free FM. Siehe auch Radio Dreyeckland - südnordfunk

Sendungsblog

südnordfunk #143 | Wahlen in Kolumbien und Bangladesch | Audioguide Freiburg postkolonial

Kolumbien: Die frühere FARC-Guerilla scheitert politisch – doch ihre Demobilisierung hat die kolumbianische Linke neu geformt.

Bangladesch: Nach dem Sturz von Sheikh Hasina und anderthalb Jahren Übergangsregierung hat Bangladesch gewählt – doch erfüllt der Sieg der BNP die Hoffnungen der Protestbewegung?

Freiburg: Ein Audioguide macht koloniale Spuren im Freiburger Stadtbild sichtbar – und zeigt, was sich in den letzten Jahren bei der Aufarbeitung bewegt hat.

südnordfunk #142 | Bedrohte Rechte in Nord-/Ostsyrien | (Frauen)Proteste in Iran | Feministische Arbeitskämpfe in Mexiko

Anlässlich des 8. März gibt es im nächsten südnordfunk einen Schwerpunkt zu feministischen Kämpfen im Globalen Süden:

In Iran riskieren Frauen ihr Leben, um sich dem Regime zu widersetzen – seit dem Tod von Mahsa Jina Amini 2022 hat die Bewegung »Frau, Leben, Freiheit« eine neue Generation politischer Akteurinnen hervorgebracht.

In Nordsyrien gerät mit Rojava eine der radikalsten feministischen Gesellschaftsexperimente der Gegenwart unter militärischen Beschuss.

Und in Ciudad Juárez, an der mexikanisch-amerikanischen Grenze, organisieren sich Fabrikarbeiterinnen gegen die unsichtbare Gewalt der globalen Lieferkette.

südnordfunk #140 | Autonomiestreben der Westsahara

»Marokko will die Westsahara von den sahrauischen Jugendlichen befreien« Interview mit drei sahrauischen Aktivist*innen

»Wenn sich das Meer erwärmt, ist der Fisch giftig« -Die Inselrepublik Fidschi kann sich eine Schlappe der internationalen Klimapolitik nicht leisten

»Alle sollen gehen!«GenZ Proteste in Peru

südnordfunk #138 | Aufstand in Togo | Aufrüstung in Ostasien | Arbeitskämpfe in Myanmar

Wird der Indo-Pazifik endgültig zum Pulverfass? - Mit der Aufrüstungsspirale im südchinesischen Meer steigen auch die geopolitischen Spannungen für die Philippinen

»Der erste Schritt ist die Befreiung des Wortes« -Die junge Bewegung hinter den Protesten in Togo setzt darauf, dass Menschen wieder den Mut finden, sich frei zu äußern. Genau das machen sie nun vor.

Die Gefahr, verhaftet zu werden, ist immer da« - Interview mit der Gewerkschaftsaktivistin Toni Huber zu feministischen Arbeitskämpfen in Myanmar

Südnordfunk #137 - Künstlerischer GenZ-Protest: Afrikanische Zukunftsvisionen | Malen als Flucht für Mexikanische FLINTA | Protestmusik in Ostasien

Kunst als Widerstand – das ist das verbindende Thema unserer heutigen Sendung. Wir widmen uns künstlerischen Protestformen aus verschiedenen Regionen des Globalen Südens und fragen: Welche Rolle spielen Kreativität, Musik und visuelle Kunst in den politischen Kämpfen der GenerationZ?

Kunst im Globalen Süden ist selten l'art pour l'art – sie ist oft unmittelbar mit gesellschaftlichen Realitäten verwoben. Ob Street Art in mexikanischen Grenzstädten, afrofuturistische Visionen aus Togo oder Protestsongs in Hongkong: Künstlerische Ausdrucksformen werden zu Werkzeugen des Widerstands, der Selbstermächtigung und der kollektiven Identitätsbildung.

Südnordfunk #136 | Klimagerechtigkeit in Westafrika | GenZ-Bewegungen im Globalen Süden | Jugend-Musik-Zentrum in Palästina

Warum gehen im Globalen Süden vor allem junge Menschen auf die Straße, wenn es um gesellschaftliche Veränderungen geht? Darüber sprechen wir dieses Jahr häufiger im südnordfunk. Im Interview mit Sarah Weiß, Programmleiterin »Joung Advocates for Democracy« der Heinrich-Böll-Stiftung Brüssel, verschaffen wir uns in dieser Sendung einen Überblick über GenZ-Bewegungen weltweit. Für jungen Menschen in Palästina hat der Musiker Ahmed Eid einen Ort zum Musikmachen aufgebaut: den Palestine Music Space. Auch darum geht es in dieser Sendung.

Außerdem: Die Lage von Asylsuchenden aus Kolumbien in Deutschland und westafrikanische Perspektiven auf Klimagerechtigkeit, mitgeschnitten beim Transborders Camp in Nantes.

südnordfunk #135

Gescheiterte Utopie in Vene­zuela | Humanitäre Hilfe für Gaza | Studie­renden­proteste in Kenia

GenZ Proteste in Kenia

In Kenia haben ab Juni 2024 Tausende Menschen auf den Straßen protestiert - zunächst wegen der Steuerpolitik, dann auch für grundsätzlich verantwortungsvolle Politik und gegen Polizeigewalt. Getragen wurde der Protest von der jungen Generation. Bilder der sogenannten GenZ-Proteste gingen um die Welt, mit Protestierenden, die Wasserwerfern und Tränengas trotzten und sogar das Parlament stürmten.

 

Interview mit Ralf Südhof, Direktor des Center for Humanitarian Action, erläutert im Interview die dramatische Lage in Gaza und erklärt die Herausforderungen, mit denen Hilfsorganisationen konfrontiert sind.

Interview mit Tobias Lambert, Autor des Buches: »Gescheiterte Utopie? Venezuela ein Jahrzehnt nach Hugo Chávez«. Darin geht er der Frage nach, wie es zu diesem ungeheuren wirtschaftlichen, sozialen und politischen Niedergang kommen konnte.

(Quelle: südnordfunk #135| Gescheiterte Utopie in Vene­zuela | Humanitäre Hilfe für Gaza | Studie­renden­proteste in Kenia - informationszentrum 3. welt (iz3w.org))

südnordfunk #134

Vergessene Stimmen aus Sudan | Land­konflikte in Uganda

Landkonflikte nehmen weltweit zu, sie haben sehr unterschiedliche Ursachen.

Im Sudan herrscht Krieg, rund 13 Millionen Menschen wurden in den letzten zwei Jahren vertrieben oder sind auf der Flucht – und es stellt sich die große Frage, auf welchem Land die Geflüchteten und Vertriebenen sich niederlassen können – ob vorübergehend oder dauerhaft – und wie hier die dringend nötige humanitäre Hilfe geleistet werden kann. Die Zivilgesellschaft wird oft gehört. Der Film »Forgotten Voices« gibt den Betroffenen eine Stimme.

Uganda ist ein Hotspot von Landnahmen, weil hier stark investiert wird, in die Exportlandwirtschaft zum Beispiel. Oft sind juristisch ausgetragene Landkonflikte das Ergebnis von Vertreibungen der Bevölkerung. Sie hat das Pech, dass ihr Land immer wieder mal an andere, oft ausländische Unternehmen vergeben wurde, die viel Geld investiert und von der ugandischen Regierung Konzessionen erhalten haben.

Interview mit dem Buchautor Fabian Georgi über den dystopischen Festungskapitalismus der EU und seinen Zorn angesichts der moralischen Kälte, mit der die Europäische Union ihre Migrations­kontrollen an Diktatoren und Milizen delegiert.

(Quelle: südnordfunk #134| Vergessene Stimmen aus Sudan | Land­konflikte in Uganda - informationszentrum 3. welt (iz3w.org))

südnordfunk #133

»Vergessene Orte der Befreiung«

In der Juniausgabe des südnordfunk geben wir kurze Einblicke in die Geschichte der vergessenen Befreier und Befreierinnen, die im Zweiten Weltkrieg in den heutigen Ländern des Globalen Südens gegen den Faschismus und die Achsenmächte kämpften. Ihr Beitrag ist wenig bekannt. Unzählige Menschen wurden in Nordafrika, in Südostasien oder Brasilien in den Krieg hineingezogen oder von seinen Gräueln erschüttert. Menschen aus Südostasien kämpften in Europa, Brasilianer gegen die Wehrmacht und die Faschisten in Italien. Erst nach und nach wird bekannt, welchen enormen Einsatz auch Widerstandskämpfer*innen aus dem Globalen Süden leisteten. Das Gedenken an ihren Beitrag zur Überwindung des Faschismus verblasst  bedauerlicherweise hinter den Kulissen Erinnerungspolitik der europäischen Akteure.

Wir sprechen mit Louis Olivera, Kind portugiesisch-italienischer Eltern, der mit Partisanen in Italien und ehemaligen brasilianischen Soldaten gesprochen und ihre Geschichte in Barga, einem kleinen Dorf im Apennin, in einem Museum dokumentiert hat. Der Widerstand gegen den japanischen Faschismus und später gegen die Briten im heutigen Malaysia und Singapur hat Agnes Khoo in einem beeindruckenden Oral-History Werk dokumentiert und gewährt im Interview Einblicke in diese Arbeit. Und der Historiker Aomar Boum erzählt – ausgehend von den jüdisch-muslimischen Beziehungen in den 1930er-Jahren – die Folgen der Vichy-Herrschaft für die Juden und Jüdinnen Nordafrikas. Denn auch hier hatten die faschistischen Achsenmächte Lager aufgebaut.

südnordfunk #132

Revo­lution in Bangla­desch | Studie­renden­proteste Türkei | Presse­freiheit West­sahara

Bangladesch: »Ich halte meine Brust hin und du schießt«

Interview mit dem Aktivisten Azaher Uddin

In Bangladesch ereignete sich im Sommer 2024 eine Revolution, die in der Geschichte des Landes einzigartig ist: von Studierenden getragene Proteste schafften es, sämtliche  Bevölkerungsgruppen hinter sich zu bringen, auf die Straße zu gehen und für mehr Demokratie und Menschenrechte im Land zu kämpfen. Und was niemand für möglich hielt: die Diktatorin Sheikh Hasina verließ am 05. August fluchtartig das Land. Der Weg war und ist nun frei für eine gerechtere Zukunft.

Doch der Preis war hoch, besonders für die junge Generation: mehr als 300 Tote, darunter viele Studierende, die meisten kamen durch gezielte Schüsse der Polizei ums Leben.

Eva Gutensohn vom südnordfunk und Anas Ansar, ein Wissenschaftler aus Bangladesch sprachen mit dem jungen Aktivisten Azaher Uddin, der selbst an den Protesten im letzten Jahr beteiligt war und gut vernetzt ist mit der derzeitigen blutjungen Interimsregierung. Er gibt uns seine Einschätzung der Möglichkeiten für einen Neuanfang und spricht darüber, was die GenZ von der neuen Regierung erwartet und was das Besondere an dieser jungen Generation ist, die das scheinbar Unmögliche möglich machte.

 

Proteste in der Türkei: »Wir können nicht ignorieren, was in unserem Land vor sich geht. Deshalb ist jede*r politisch«

Interview mit der Journalistin Pia Masurczak und einer Aktivistin

In der Türkei erhebt die GenZ ihre Stimme und geht mutig auf die Straße seit der Festnahme des Istanbuler Oberbürgermeisters Ekrem İmamoğlu. Ende März begannen die Proteste an den Universitäten, inzwischen ziehen sie sich durch eine breite gesellschaftliche Schicht. Die Generation Z protestiert, organisiert sich und hat keine Angst mehr, ihre Stimme zu erheben: »Zıpla! Zıpla! Zıplamayan Tayyipçi (Hüpft! Hüpft! Wer nicht hüpft ist Tayyip)«.

Julia Duffner sprach mit der Journalistin Pia Masurczak und einer Aktivistin darüber, warum Wut und Hoffnungslosigkeit zu politischem Mut werden. Die Aktivistin sagt: »Wir können nicht ignorieren, was in unserem Land vor sich geht. Deshalb ist jede*r politisch.«

 

Pressefreiheit in der Westsahara: »Eine Wüste für Journalist*innen«

Interview mit Mohamed Mayara - Journalist und Koordinator von Equipe Media

Während Journalist*innen weltweit häufig und immer öfter in ihrer Arbeit eingeschränkt werden, ist ihre Situation in der Westsahara besonders bedrohlich. Das von Marokko beanspruchte Gebiet, dessen Status umstritten ist, gilt als »Wüste für Journalist*innen«. Über die Situation der Sahrauis, der ursprünglichen Bewohner*innen Westsaharas, dringen kaum Informationen nach außen und ausländischen Journalist*innen ist die Einreise meistens verwehrt. Gegen diese Stille kämpft seit 2009 das Medienkollektiv Equipe Media an, in dem mehrere sahrauische Journalist*innen arbeiten. Für den südnordfunk hat Antonia Vangelista den Journalisten und Koordinator von Equipe Media Mohamed Mayara interviewt.

(Quelle: südnordfunk #132 | Revo­lution in Bangla­desch | Studie­renden­proteste Türkei | Presse­freiheit West­sahara - informationszentrum 3. welt (iz3w.org))

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Freitags 17.00 – 18.00 Uhr 4wöchig, nächste Sendung am 24.04.2026

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29. Nov. 2014

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