Gegen Stumpfsinn
und Langeweile

aus dem Äther.

Theater Ulm

Die beste Droge der Stadt (89)

Benjamin Künzel

Zu Gast ist heute Benjamin Künzel, der seit 2005 Musiktheater und Konzertdramaturg und Regisseur am Theater Ulm ist. Für seine Inszenierung von Emmerich Kálmáns »Csárdásfürstin« (2020) und Franz Lehárs »Schön ist die Welt« (2016) erhielt er den Bayerischen Rundfunkpreis ›Operetten-Frosch‹. Das Ulmer Publikum schätzt ihn aber auch für seine charmant-witzigen Moderationen im Neujahrskonzert.  Nun wurde Künzel, der in den letzten Wochen eindrucksvoll »Operette extrem« inszenierte, zum Jury-Mitglied für den Paul-Abraham-Preis berufen, der am 3. Mai erstmalig verliehen wurde. Was er da genau zu tun hat, woran er sonst noch gerade so arbeitet und woher er die Inspirationen und Ideen für seine Moderationen nimmt – darüber und wahrscheinlich noch über anderes wollen wir uns heute mit ihm unterhalten.

#44 Ist Theater noch en vogue?

Wann hat dir zuletzt jemand den gemeinsamen Kinobesuch abgesagt, weil er*sie an dem Abend lieber ins Theater wollte?

Das war eine rhetorische Frage. Wir können davon ausgehen, den meisten von euch ist das noch nie passiert...

Oder glaubt ihr, das ist ganz großer Quatsch: Denkt ihr, Theater ist immer noch das große unmittelbare Erlebnis, DAS Gesprächsthema unter den Kulturinteressierten und einfach nicht wegzudenken aus der Kulturbranche. Tja, mit dem Begriff „ Kulturbranche“ haben wir es ja gut eingegrenzt. Wer in dieser Gesellschaft, der sich morgens für eine Butterbrezel beim Bäcker anstellt, zählt sich selbst denn zur „Kulturbranche“? Die sogenannte Hochkultur, in dem das Theater Jahrhunderte seine Erfolge feierte, scheint heute eher antiquiert, in die Jahre gekommen, nicht mehr zeitgemäß. Aber ist das wirklich so? Und wenn ja, woran liegts? Und welche modernen dem Publikum zugewandten Themen und Schwerpunkte setzt das Theater heute noch?

 

Jule und Elli sind diese Woche unterwegs in den Theatern dieser Republik und stellen für euch die zeitgemäßen Fragen an das Theater von heute.

Theater Ulm - die beste Droge der Stadt (81)

Das Junge Theater Ulm ist einer der vielfältigsten Bereiche am Theater Ulm. Von Inszenierungen und Stückentwicklungen für Kinder und Jugendliche, theaterpädagogische Angebote bis zur Arbeit mit den Bürgerbühnen ist alles dabei. Gerade wird an der Inszenierung des Monologstückes »Name: Sophie Scholl« gearbeitet, in dem es um eine Studentin geht, die zufällig den gleichen Namen wie die bekannte Ulmer Widerstandskämpferin trägt. Premiere wird der 100. Geburtstag der historischen Sophie Scholl sein, aber ob vor Publikum gespielt werden darf steht noch in den Sternen! Was die anhaltende ungewisse Situation auch für die Arbeit mit den Bürgerbühnen, die Planungen für die nächste Spielzeit und die theaterpädagogischen Angebote bedeutet, darüber reden Charlotte Van Kerckhoven und Christian Stolz.
Gäste:Charlotte Van Kerckhoven und Christian Stolz
Moderation: Rainer M. Walter

Das sind wir und wir sind viele: SJR Ulm vol. 02

Slackline Ulm. Fast jedem werden sie schon mal aufgefallen sein – Menschen die mehr oder weniger erfolgreich versuchen auf einem Band, das zwischen zwei Bäumen gespannt ist, wie ein Seiltänzer zu balancieren. Das gemeine: Es sieht immer einfacher aus, als es denn tatsächlich ist. Wir möchten den Blick auf diese Trendsportart richten und endlich mal genauer Wissen was es denn so aufregend macht auf einem Band zu balancieren, was genau dazu benötigt wird, ob das denn jeder kann, wer mitmachen darf und ob es vielleicht sogar Wettkämpfe gibt. Um diese Fragen kompetent beantwortet zu bekommen sind zwei aktive Mitglieder des Ulmer Vereins Slackline e.V. zu Gast in der zweiten Folge der Reihe rund um die Mitglieder des Stadtjugendrings Ulm.
Gäste: Hanna Weigel und Simon Stephany
Moderator: Rainer Markus Walter

Theater Ulm - die beste Droge der Stadt (80)

Am 30. Oktober 2020 waren sie zum letzen Mal im Doppeltanzabend »Das Schweigen der Männer / Klaus geht raus« zu sehen. Seit über vier Monaten standen die Tänzer Nora Paneva und Yoh Ebihara also nicht mehr auf der Bühne – in einem Beruf, der aufgrund der hohen körperlichen Belastung, meistens sowieso nicht bis ins hohe Alter ausgeübt werden kann, eine sehr lange Zeit. Doch untätig sind sie natürlich nicht! Dank regelmäßiger Coronatestungen, gab es auch ohne Vorstellungen tägliches Tanztraining und die Arbeit an einem besonderen Projekt. Unter dem Titel »Company and friends« entwickeln die Tänzerinnen und Tänzer der Tanzcompagnie eigene Choreografien für sich und ihre Kolleg:innen und arbeiten mit einem externen Choreografen. Heraus kommt ein buntes Potpourri verschiedener tänzerischer und ästhetischer Eindrücke. Sobald das Theater wieder für Publikum öffnet, wird diese Arbeit im Podium gezeigt.

Gäste: Nora Paneva und Yoh Ebihara
Moderation: Rainer Markus Walter

Theater Ulm - die beste Droge der Stadt (77)

Im Idealfall bekommt das Publikum von ihnen nichts mit. Aus dem Theater sind RegieassistentInnen jedoch nicht wegzudenken. Sie sind extrem wichtig für jede Inszenierung und gehören zu den MitarbeiterInnen, die häufig früh da sind und erst spät wieder gehen. Wie der Name verrät unterstützen RegieassistentInnen den/die RegisseurIn bei der Arbeit – sie führen das Regiebuch, erstellen den Probenplan und sind die Schnittstelle der Kommunikation zwischen dem/der RegisseurIn und den technischen Abteilungen des Theaters. Häufig übernimmt der/die RegieassistentIn auch die sogenannte Abendregie, d.h. die Betreuung der laufenden Vorstellungen. Viele sehen die Regieassistenz als Vorstufe, um später selbst als RegisseurIn tätig zu sein.

Gäste: Lisa Koenen, Sonja Halter
Moderation Rainer Walter

Theater Ulm - die beste Droge der Stadt (75)

In der ersten Sendung nach der Sommerpause begrüßen wir Björn Ingmar Böske und Maurizio Micksch im Studio. Vor knapp einem Jahr war Björn Ingmar zwar schon mal bei uns – aber aus aktuellem Anlaß möchten wir nochmals mit ihm plaudern. Durch die Umstellung des Spielplans aufgrund von Corona entsteht die außergewöhnliche Situation, dass Maurizio Micksch, der selbst Schauspieler ist, den wunderbaren Monolog »All das Schöne« verantwortet, in dem Ingmar die Hauptrolle spielt. Ensemblemitglied inszeniert Ensemblemitglied - das gibt es wirklich nicht allzu oft. Dies wird sicher eines der Themen sein über die Moderator Rainer Markus Walter mit den beiden redet.

Theater Ulm - Die beste Droge der Stadt (72)

Gerade erst haben sie zusammen in der gefeierten Uraufführung von Reiner Feistels neuem Tanzabend im Podium das Publikum begeistert. Nach "Das Schweigen der Männer" geht es für Maya Mayzel und Magnum Phillipy mit "Der Sommernachtstraum" weiter. Der Alltag von Tänzerinnen und Tänzern ist durchgetaktet: Training, Probe, abends häufig Vorstellung, davor ein Warm-up. Um die Herausforderungen dieses Berufs meistern zu können, braucht man vor allem eins: Leidenschaft und Liebe zum Tanz. In dieser Sendung verraten Magnum Phillipy, der seit dem Beginn der Spielzeit neu in der Compagnie ist, und Maya Mayzel, die nicht nur als Tänzerin auf der Bühne zu erleben ist, sondern auch den Bereich "Modern Dance"der theatereigenen Ballettschule leitet, was sie jeden Tag antreibt, ihre körperlichen Grenzen auszuloten.

Gäste: Maya Mayzel und Magnum Phillipy

Moderator: Rainer M. Walter

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