Gegen Stumpfsinn
und Langeweile

aus dem Äther.

Kunst

Kunst und Kolonialismus

Ein Kunstwerk wird geraubt

Raubkunst, Beutekunst oder "Kulturgut kolonialer Herkunft".

In der jüngeren Vergangenheit ist die Debatte über Kunstwerke aus ehemaligen Kolonien, die in deutschen Museen ausgestellt sind, intensiver geworden. Wir betrachten das Thema vor dem Hintergrund der Rückgabe der Benin-Bronzen.

Recycling im Kunsthandwerk

Marta Herford

Auf experimentelle Weise nähert unser heutiger Studiogast Tiina Kern sich dem Material Kassettenband. Sie setzt mit ihren meist handgewebten Arbeiten der allgemeinen Reizüberflutung ruhende Pole in Form von Wohnaccessoires entgegen. Am Flachwebstuhl entstehen so genannte „tapeworks“: Kissen, Wandarbeiten und Polsterstoffe. Alle Arbeiten stehen für Sammlung, Loslassen, Ruhe und Entspannung. Es sind Statements für gelebte Nachhaltigkeit.
Mit ihrem unkonventionellen Ansatz befindet sich Tiina Kern haarscharf an der Grenze zwischen der Herstellung von Unikaten für Ausstellungen und Museen sowie dem Anspruch, einer zukunftsfähigen Form von Konsum den Weg zu bereiten. Dies ist sowohl mit der Änderung der Haltung zu kunsthandwerklichen Produkten verbunden als auch Motivation zu eigener Kreativität im Umgang mit Ressourcen.
Tiina Kerns Arbeiten sind derzeit neben anderen Recycling-Ideen beim Recyclingdesignpreis2022 im Museum Marta Herford zu sehen.
Homepage: www.haus-vier.de

Goldmarie und Fürstenkrone. Die Kartoffel in der Gegenwartskunst

Dr. Ella Platschka

Die Kartoffel erscheint uns als geheimnisvoll und zugleich banal, individuell gewachsen und massenhaft kultiviert und für den Verkauf kuratiert. Sie bietet Anlass zur Ironie, zur Subversion und symbolisiert Stärke auf unterschiedlichen Ebenen. Sie wurde instrumentalisiert für ideologische Anliegen und wirkt bis heute identitätsstiftend für Kulturen und Nationen. Sie nährt auf vielfältige Weise und doch wird sie nicht in allen Gerichten und Verarbeitungsformen wertgeschätzt – sei es wahlweise von den Verbraucher*innen oder Ernährungswissenschaftler*innen. Sie ist und bleibt ein Zank(erd)apfel! Frau Dr. Ella Platschka berichtet in der heutigen Sendung über Kunst mit und über die Kartoffel.

Ausstellung "Trauernde Maria"

Anna Laura Scheiger ist eine Studentin aus Stuttgart. Sie studiert Konservierung und Restaurierung für Gemälde und Skulptur. Gemälde waren ihr zu "langweilig", weshalb sie sich dafür entschied ihre Bachelorarbeit über die Skulptur "Trauernde Maria" zu schreiben. Was hat es damit aufsich? Was waren die Gründe dafür? All diese Fragen und viele mehr beantwortet Anna Laura Scheiger im Podcast. 

Lasst die Volksseele kochen!

Am Sonntag startet mit der Ausstellung “Lasst die Volksseele kochen!” im Stadthaus das Festival Contre le Racisme 2022 in Ulm. Doch um was geht es in der Ausstellung eigentlich? Peter Schmidt ist einer der Kurator:innen der Ausstellung, der Künstler gibt exklusive Einblicke in die Ausstellung und beantwortet die Frage, warum Globuli gar kein so einfaches Thema sind.

Mehr Tanz!

In Ulm wird zukünftig mehr getanzt! Das Roxy hat ein neues Studio eröffnet. Dort findet in Zukunft vor allem Tanzveranstaltungen statt. Doch woher kommt das neue Studio? Über welchen Zeitraum wurde es geplant? Und wie teuer war die Aktion eigentlich? Die Produktionsleiterin Kathrin Maier, der künstlerische Leiter Pablo Sansalvador und Roxy-Geschäftsführer Christian Grupp geben Einblicke. Worum es in ihrer Performance geht, erzählt Tina Halford, die Tänzerin von "VAYA".

Fotowettbewerb, Jurysitzung, Ausstellung...

...neues aus dem Fachbereich Kultur! Der neue Semesterschwerunkt »He. She. They« dreht sich um das Thema Geschlecht. Dazu hat gerade ein Fotowettbewerb »Frau – Mann - Divers« stattgefunden. Die Gewinner des Wettbewerbs werden Ausgestellt. Tanja Nova berichtet über den Wettbewerb, die Jury und die Gewinner:innen. Ein weiterer Schwerpunkt im Kulturbereich sind feministische Comiclesungen oder queere Performancekunst.
Gast: Tanja Nova

Wir müssen reden!

Herbst 2020 kam es zu einer nationalen Debatte über die schwarze Königsfigur der Krippe, die jahrelang im Münster ausgestellt wurde. Auslöser war die Darstellungsweise der Figur, die rassistische Klischees und diskriminierende Stereotype bedient. Die Krippe wurde ursprünglich im privaten Auftrag der Familie Mößner vom Ulmer Bildhauer Martin Scheible geschnitzt. Nach dem Aufschrei der Medien kommt Ende 2020 der Beschluss zustande eine Ausstellung im Museum Ulm zu dem Thema zu machen. Man wird konfrontiert mit der Diskussion selbst, der Krippe, andere Werke von Scheible und der Zeit in der die Krippe entstand. Außerdem: Wie werden sonst die heiligen drei Könige über die Jahre dargestellt? 

 

Ausstellung im Kunstpool

Myrah Adams

Die in Neu-Ulm lebende Künstlerin Myrah Adams zeigt unter dem doppeldeutigen Titel „ARMUTSZEUGNISSE- gesammelt, geschnitten, geklebt“ teils großformatige, aber immer kleinteilige Collagen zum Thema „Armut“.

Seit etwa 2017 hat sich die Künstlerin, die bisher v.a. für ihre meist großformatigen, farbig-detailreichen Zeichnungen bekannt ist, der Technik der Collage zugewandt. Dabei verwendet sie überwiegend fotografisches Bildmaterial aus den verschiedensten Quellen, auch eigene Aufnahmen. Inzwischen hat sie eine umfangreiche Sammlung von Motiven zusammengetragen, die zu narrativen Szenen und komplexen Kompositionen kombiniert und aufgeklebt werden. Dabei wird das Material geschnitten, teils digital,teils manuell überarbeitet.
Gast: Myrah Adams
Moderation: Michael Troost

Kunst die man turnen kann

Kunst die man turnen kann

Wer es schon einmal ausprobiert hat kennt es. Einen simplen Begriff so oft hintereinander sagen, bis man sich wundert, warum man dieses Wort überhaupt jemals verwendet hat. Der Blickwinkel verschiebt sich ein wenig. Etwas alltägliches verliert seine “banale” Bedeutung. So oder so ähnlich kann man sich auch die neue Ausstellung von Johannes Brunner und Raimund Ritz vorstellen. Mit kleinen Veränderungen an altbekannten Gegenständen wird ein neuer Blick oder ein neues Gefühl im Bezug dazu erzeugt. Brunner ist Bildhauer, Ritz Musiker. Beide arbeiten bereits seit über 30 Jahren zusammen. Was aus dieser Zusammenarbeit so alles entstanden ist, präsentiert das Museum Ulm im Rahmen dieser Ausstellung.

Seiten

Kunst abonnieren