Integration

Das LOOK AHEAD!-Projekt des Oberlin e.V. - Sozialarbeiter Jochen Beuter

Das Projekt LOOK AHEAD! des Oberlin e.V. steht vor dem Aus. Vor gut fünf Jahren wurde LOOK AHEAD! als Teil des Modellprojekts männlich.jung.geflüchtet ins Leben gerufen. Inzwischen bietet es hunderten Geflüchteten eine wichtige Anlaufstelle in Ulm. Hier erfahren die jungen Männer Unterstützung, Beratung und eine kompetente Alltagsbegleitung. Themen wie Arbeit/Schule, Zurechtfinden im Behördendschungel, Gesundheit etc. stehen auf der Tagesordnung. Und hin und wieder fällt auch Mal ein ernstes Wort. Schließlich handelt es sich in der Regel um männliche Geflüchtete im Alter zwischen 18 bis 27 Jahren, die durch besonders riskante Verhaltensweisen auffällig geworden sind und durch bestehende Angebote nicht ausreichend erreicht werden konnten - eine oft argwöhnisch beäugte Gruppe. Trotz intensiver Bemühungen um eine Anschlussfinanzierung hat LOOK AHEAD! zuletzt eine schmerzhafte Absage erhalten.

In der Plattform bieten wir heute Sozialarbeiter Jochen Beuter vom Oberlin e.V. Gelegenheit, das Projekt vorzustellen und über die bisherigen Erfolge sowie aktuelle Herausforderungen zu sprechen.

Die Integreat App der Stadt Ulm: "Orientierung leicht gemacht" - Christina Scheel

Wie findet man sich in einer neuen Stadt zurecht, wenn Sprache, Behörden und Abläufe noch gänzlich ungewohnt sind? Welche Informationen braucht man, um den Alltag zu organisieren, gesellschaftlichen Anschluss zu finden und sich Schritt für Schritt in der neuen Umgebung einzuleben? Und wo findet man all diese Informationen zuverlässig? In der heutigen Ausgabe der Plattform geht es um die Integreat App Ulm – einen kostenlosen und mehrsprachigen digitalen Wegweiser für Menschen, die neu in Ulm sind. Der digitale Alltags-Guide bündelt wichtige Informationen zu Themen wie Wohnen, Arbeit, Bildung, Gesundheit, Behörden oder Freizeit und hilft dabei, sich im Alltag schneller zurechtzufinden. Die Inhalte werden gemeinsam mit zahlreichen lokalen Einrichtungen, ehrenamtlich Engagierten sowie Hauptamtlichen erstellt und regelmäßig aktualisiert.

Zu Gast bei Michael Troost ist heute Christina Scheel, Mitarbeiterin der Teilhabeförderung für Drittstaatsangehörige beim Sachgebiet Chancengerechtigkeit und Vielfalt der Stadt Ulm. Christina spricht darüber, wie die Idee zur App entstanden ist, welche Herausforderungen Menschen beim Ankommen in einer neuen Stadt erleben und warum verlässliche Informationen dabei so wichtig sind. Anhand konkreter Beispiele aus der Praxis zeigt sie, wie die App Menschen mit Einwanderungsgeschichte unterstützt und gleichzeitig Fachkräfte, Ehrenamtliche und Beratungsstellen entlastet werden – und wie auf diese Weise letztlich die gesamte Stadtgesellschaft profitiert.

Menschlichkeit Ulm e.V. - Elena Flügel

Immer wieder geraten geflüchtete Menschen, die sich in Ulm ein Leben aufbauen, arbeiten und sich aktiv integrieren möchten, in existenzielle Unsicherheit, weil ihnen Abschiebung droht – obwohl sie keine Straftaten begangen haben. Im Rahmen des Projekts MitMenschen werden zahlreiche solcher Fälle begleitet. Ein Beispiel ist Mark, ein junger Mensch, der sich hier engagiert und eine Ausbildung machen möchte – und dennoch nicht weiß, ob er bleiben darf.

Solche Einzelfälle stehen stellvertretend für viele ähnliche Situationen. Elena hat sich zum Ziel gesetzt, mit ihrem Verein auf diese Lebensrealitäten aufmerksam zu machen, für mehr Mitmenschlichkeit zu werben und Lösungen zu unterstützen, die Integration ermöglichen, anstatt sie zu verhindern. Wir sagen: Bravo!

Heute zu Gast bei Michael Troost: Elena Flügel, 1. Vorsitzende des Vereins Menschlichkeit Ulm.

Die interkulturellen Sportcoaches Jamil Hassan & Hrvoje Radman

Neues Sportprojekt in Ulm! Seit Jahresbeginn sind die beiden interkulturellen Sportcoaches Jamil Hassan und Hrvoje Radman in der Donaustadt nun im Einsatz. Als einer von drei Standorten im Land wollen der Württembergische Landessportbund (WLSB) und die Stadtverwaltung (Abteilung Chancengerechtigkeit und Vielfalt) in Ulm Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung schneller und besser an die Sportvereine heranführen. Jamil und Hrvoje sollen helfen, Barrieren abzubauen und die Leute direkt auf den Rasen, die Plätze und in die Hallen zu bringen. An verschiedenen Orten bieten sie deshalb niederschwellige Bewegungsangebote an, helfen beim Einstieg in den Verein und unterstützen die Vereine bei der Sensibilisierungsarbeit für interkulturelle Kompetenz.

Denn: Vielen zugezogenen Menschen ist die deutsche Vereinskultur (Breitensport etc.) schlicht und ergreifend fremd. Und die Vereine haben mitunter noch Hemmungen, Migrantinnen und Migranten entsprechend willkommen zu heißen. Sport und vor allem das gesellige Drumherum wären aber für Alt und Jung, für Frau und Mann, für Menschen mit oder ohne Behinderung, kurzum für die ganze Sport-Familie der unkomplizierteste Weg, um Vorurteile abzubauen, die Sprache zu lernen und neue Freundschaften zu schließen.

Jugendmigrationsdienst Ulm

Jugendmigrationsdienste Ulm

Seit 20 Jahren unterstützt der Jugendmigrationsdienst In Via junge Menschen bei Integration und Bildung. 2024 wurden 527 Jugendliche begleitet. Ein Beispiel: Ehsan (18) aus Afghanistan, der Arzt werden will und bereits seinen Hauptschulabschluss mit Auszeichnung gemacht hat. Er engagiert sich auch ehrenamtlich im Offenen Lerntreff West. Insgesamt gibt es drei Lerntreffs mit gezielter Lern- und Sprachförderung, finanziert auch durch Spenden und die Aktion 100.000. Melanie Brumann, verantwortlich für die Lerntreffs erzählt euch mehr! 

 

 

Sport und Integration: Wie Drachenboot verbindet

 

In Stimmen der Ukraine geht es heute um das Drachenbootfahren. Das ist eine Mannschaftssportart, bei der ein langes, offenes Boot (Drachenboot) mit Paddeln angetrieben wird. Maria Razumova hat mit Weltmeister-Trainerin Nataliia Leremenko und Maximilian Löwlein, dem Gründer und Trainer des Drachenboot-Teams Ulm Be Active gesprochen. Es geht um Sport in der Ukraine und Deutschland, Integration und eine Sportart, die Herzen erobert.

Unbedingt einschalten: von 16:00 - 17:00 Uhr auf der 102,6 MHz oder im Livestream 

 

 

Ulm meine (zweite) Heimat - Interview mit Ester Hagenmaier

Die Ausstellung "Ulm meine (zweite) Heimat" läuft noch bis zum 12.02 im Stadthaus in Ulm.

Schülerinnen und Schüler der Vorbereitungsklasse der Spitalhof-Gemeinschaftsschule Ulm haben von Ende März bis Mitte Juli 2023 unter der Leitung von Künstlerin Esther Hagenmaier den Stadtraum erkundet, gezeichnet, gestaltet und fotografiert.

Thomas Glatting konnte dazu Ester Hagenmaier zur Ausstellung interviewen.

Ulm - mein (zweites) Zuhause - Ausstellung im Stadthaus Ulm

Entdeckt die faszinierende Ausstellung "Ulm - mein (zweites) Zuhause" im Stadthaus Ulm! Schülerinnen und Schüler der Spitalhof-Gemeinschaftsschule erkundeten, zeichneten und fotografierten von März bis Juli 2023 den Stadtraum unter der Leitung von Künstlerin Esther Hagenmaier. Die Werke von den Jugendlichen aus verschiedenen Ländern sind nun zu bewundern und geben Einblicke in den gesamten Projektprozess. Die Ausstellung thematisiert die Herausforderungen der Integration und die Suche nach einer neuen Heimat.

 

Jugendmigrationsdienst

Rund 500 Jugendmigrationsdienste (JMD) bundesweit unterstützen junge Menschen mit Migrationshintergrund zwischen 12 und 27 Jahren durch Beratung, Bildungs- und Freizeitangebote. Einen Schwerpunkt bildet die langfristige, individuelle Begleitung Jugendlicher auf ihrem schulischen und beruflichen Weg. Ziel ist es, soziale Teilhabe der jungen Menschen zu fördern und ihre Perspektiven zu verbessern. Hierzu braucht es verlässliche Partner in der Region, die dieses Vorhaben unterstützen und den jungen Menschen eine Perspektive bieten.

Das Motto des diesjährigen bundesweiten Aktionstages zum Josefstag lautet „Garantiert! Junge Menschen brauchen Perspektive“. Hanna Bareiß, Zorembski Kornelia, Parias Azizi und Mzeweyni Gebrekidan sprechen vorallem über schulische und berufliche Integration.

Menschlichkeit Ulm

 Amer Alabdallah, Matthias Lux

Seit dem Jahr 2015 unterstützt Menschlichkeit Ulm e.V. durch verschiedene Projekte die Integration und Teilhabe von Zugewanderten und Geflüchteten in Ulm und Umgebung. Ziel ist es, eine gemeinsame, vielfältige und tolerante Gesellschaft zu gestalten. Dies wird erreicht durch Angebote, bei denen sich Menschen auf Augenhöhe begegnen können. Die Projekte richten sich am Bedarf der Zielgruppe aus und liegen aktuell in den Bereichen Bildung, niederschwellige Begegnung, Veranstaltungen und Sport. Amer Alabdallah und Matthias Lux berichten über die Arbeit im Verein und wie man diesen unterstützen kann. 

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