Gegen Stumpfsinn
und Langeweile

aus dem Äther.

Uniklinikum Ulm

Kontroverse Podiumsdiskussion

(c) Radio free FM

In den letzten Wochen sorgten Klimaaktivist:innen bundesweit für Aufsehen, so zum Beispiel in Lützerath.
Auch in Ulm ist die Klimathematik präsent, ganz aktuell ist zum Beispiel die mittlerweile geräumte Waldbesetzung bei der Uniklinik Ulm. 
Am Freitag, 27. Januar, fand eine Podiumsdiskussion im Bürgerforum M25 statt.
Anwesend waren der Baubürgermeister Tim von Winning, Peter Siebenmorgen von Öffentlichkeitsarbeit der Uniklinik Ulm sowie drei Klimaaktivist:innen.
Sie diskutierten über Baumfällungen, die Baupläne der Uniklinik und Partizipationsmöglichkeiten von Bürger:innen.
Im Laufe der Podiumsdiskussion zeigte sich immer wieder, dass es nicht einfach ist, einen gemeinsamen Konsens zu finden.

"Eichi" als Symbol für mangelnden Klimaschutz

Am Montag, 16. Januar, räumten die Polizei und das Spezialeinsatzkommando das Klimacamp am Eichenwald des Uniklinikums Ulm.

Bei einer Pressekonferenz am darauf folgenden Tag, bei der die drei Klimaaktivist:innen Charlie Kiehne, Samuel Bosch und Sven Habich anwesend waren, ging es um die Konsequenzen für die Waldbesetzer:innen, ihre Forderungen an die Stadt Ulm und die symbolhafte Wirkung des “Eichi”.

Schon im Oktober 2022 errichteten mehrere Klimaaktivist:innen Baumhäuser im "Eichi", um die Rodung  des Waldstücks zu verhindern. Der Hintergrund ihrer Waldbesetzung waren Baupläne des Uniklinikums Ulm, in denen vorgesehen ist, auf dem Waldstück zwischen der Uniklinik und der Psychosomatik ein neues Klinikgebäude zu errichten. Dafür müssten die 120-150 Jahre alten Eichen, die sich auf dem Waldstück befinden, gerodet werden.

Die Fläche des "Eichi" ist zwar vergleichsweise klein, trotzdem sei dieser ein Symbol für die mangelnden Klimaschutzmaßnahmen in Ulm, erklären die Aktivist:innen. Sie sehen die Stadt Ulm in der Verantwortung, vor allem in Zukunft für Klimaschutz-Projekte einzustehen und dafür auch alte Bauverträge zu überarbeiten.

Eichi soll geräumt werden

Eichwald Uniklinik Ulm

Seit Oktober ist das Waldstück neben der Psychosomatik der Ulmer Uniklinik von Klimaaktivist*innen mit Baumhäusern besetzt [1]. Nachdem sie die Rodung im letzten Frühjahr bereits einmal erfolgreich verhindern konnten, häufen sich jetzt die Hinweise auf eine anstehende Räumung und Rodung.

Am vergangenen Freitag (13.1.) brachte die Uniklinik einige Bäume im besetzten Waldgebiet Schilder mit Warnhinweisen wegen Totholz an. Laut den Aktivist*innen, die nach eigenen Angaben selbst beruflich als Baumpfleger*innen tätig sind, deutet dies eine baldige Rodung an.
Markiert wurden Bäume, in denen Baumhäuser, Ankerpunkte für Traversen und andere aktivistische Strukturen zu finden sind. Die Waldbesetzer*innen mahnen an, dass die Uniklinik diejenigen Bäume, in denen sie aufgrund ihres geschwächten Gesundheitszustands absichtlich keine Strukturen bauten, unmarkiert ließen. Jetzt befürchten sie, dass Totholz als Vorwand für eine Räumung der Baumhäuser genutzt wird.

[1] Baumbesetzung der Uniklinik Ulm

Baumbesetzung an der Uniklinik Ulm

Klimaaktivist:innen haben am Montag begonnen, ein Waldstück am Universitätsklinikum Ulm zu besetzen. Das Waldstück mit 120-150 Jahre alten Eichen soll dort einem provisorischen Bettenhaus weichen. Laut Medienberichten soll ein Containerbau entstehen, der für mehrere Jahrzehnte als Ausweichquartier für weitere geplante Sanierungen dienen soll. Nach eigenen Angaben entdeckten die Aktivist:innen am vergangenen Wochenende an mehreren Bäumen Markierungen, die auf die Fällung hindeuteten. Bis zum Ende der Rodungszeit Anfang März wollen sie verhindern, dass die Eichen gefällt werden.

“Wir können es uns nicht leisten, uralte Bäume zu fällen, die mitunter unser größter Verbündeter gegen die Klimakatastrophe sind.” So Klimaaktivistin Charlie.

Weltfunk-Redakteur Matthias war für uns am betroffenen Waldstück und sprach mit den Aktivist:innen.

Weitere Informationen: www.ulmer-uniwald-bleibt.de

Was versteht man unter Pädophilie?

Rund 250.000 Menschen in Deutschland haben pädophile Neigungen. Der Begriff wird oftmals fälschlicherweise direkt in Verbindung zu Kindesmissbrauch gesetzt.

Wir haben mit Frau Elisabeth Quendler des Universitätsklinikums Ulm über die Thematik gesprochen. Sie klärt uns auf, was Pädophilie wirklich bedeutet. Darüber hinaus informiert die Psychotherapeutin uns über das Präventionsnetzwerk „Kein Täter werden“ und stellt dar, wie eine Therapie circa aussehen würde.

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