Psychotherapie verteidigen - Protestaktion gegen die GKV Honorarkürzungen
Die am 11. März 2026 beschlossenen Honorarkürzungen in der Psychotherapie um 4,5 % sorgen bundesweit für große Besorgnis – insbesondere angesichts der ohnehin angespannten Versorgungslage, vor allem für Kinder und Jugendliche. Dabei geht es um mehr als nur Zahlen: Psychische Erkrankungen sind die häufigste Ursache für Frühverrentung in Deutschland – rund 40 % der Erwerbsminderungsrenten gehen darauf zurück.
Zu diesem Zweck initiieren Engagierte aus Praxis und Versorgung eine Protestaktion in der Ulmer Innenstadt. Im Fokus stehen sowohl die aktuellen Kürzungen als auch absehbare strukturelle Verschlechterungen, etwa durch die Empfehlungen der Finanzkommission Gesundheit und die weiterhin unzureichend finanzierte psychotherapeutische Weiterbildung.
Die Demonstration findet am Samstag, 18.04., ab 16 Uhr am Münsterplatz statt. Geplant sind Redebeiträge aus unterschiedlichen Perspektiven – von Patientinnen über approbierte Psychotherapeutinnen bis hin zu Psychotherapeut*innen in Ausbildung –, ein Demozug durch die Innenstadt sowie eine Briefaktion an das Bundesgesundheitsministerium direkt vor Ort.
Ziel ist es, auf die aktuellen Entwicklungen aufmerksam zu machen und sich für eine langfristig tragfähige psychotherapeutische Versorgung einzusetzen.