Tibetinitiative

Tibets Flüsse...

Die größte Brücke der Welt, der längste Autobahntunnel der Welt, die größte Talsperre der Welt:
China ist gut für Superlativ-Bauten jeder Art. Man kann die technischen Meisterleistungen
bewundern; erschreckend ist, wie wenig Rücksicht sie auf Natur und Menschen nehmen.
Am Beispiel von Tibets Flüssen betrachten wir das. Tibets Flüsse: Das sind fast alle der großen
Ströme Asiens im Frühstadium, denn jeder entspringt im tibetischen Hochland.
Viele von Chinas Wasserbauprojekten – vollendet oder geplant – sind in geophysikalischen
Problemzonen angesiedelt – in Gebieten mit hoher Gefahr von Erdbeben. Fast alle liegen so, dass
man eine Strategie dahinter vermuten kann. Die Frage drängt sich auf: Werden Tibets Flüsse zu
Chinas neuer Waffe?
Zusätzlich zu diesem Beitrag gibt es wieder eine Medienschau, und natürlich Musik. Die kommt
diesmal von Jefferson Airplane.

Redaktion: Sonja Putz und Bernd During

von der Tibet Initiative Deutschland e.V.
Regionalgruppe Ulm/Neu-Ulm

Tibet, China und die Wasser Asiens

In den letzten Jahren erfuhr die Welt auf schmerzliche Weise, dass sich alle möglichen Dinge als Waffe einsetzen lassen: Handel, Migration, Informationen, Öl, Gas, oder seltene Erden.

Ein zunehmend als geopolitisches Machtmittel eingesetztes Gut ist Wasser.

Vom Wasser der großen Ströme, die das tibetische Hochplateau verlassen, hängt das Wohl und Wehe der Menschen ab, die an seinen Ufern wohnen: in Indien, Vietnam, Thailand, Myanmar oder Bangladesh. Doch der Wasserstrom ist gefährdet: Zum einen durch den Klimawandel, der die Gletscher Tibets immer schneller abschmelzen lässt, zum anderen durch Chinas Politik, die bei der Nutzung des „Blauen Goldes“ für die eigene Wirtschaft immer weniger Rücksicht auf die Natur Interessen der Menschen am Unterlauf nimmt.

Die Sendung beleuchtet Fakten und Hintergründe. Natürlich gibt es auch wieder einen Blick in Medien und Musik.

Redaktion: Sonja Putz und Bernd During von der Tibet InitiativeDeutschland e.V. Regionalgruppe Ulm/Neu-Ulm

 

Die gestohlene Kindheit

Etwa 100.000 tibetische Kinder mit 4 und 5 Jahren sowie weitere 800.000 zwischen 6 und 18 Jahren wurden für ihre Ausbildung in Internaten kaserniert. Die Teilnahme ist verpflichtend, kleine Schulen vor Ort wurden geschlossen. Unterrichtssprache ist Chinesisch – auch die Gute-Nacht-Geschichte für die Kleinsten. Die Erziehung ist darauf angelegt, aus den Tibetern Chinesen zu machen. Kinder und Eltern leiden unter der Trennung
und der zunehmenden Entfremdung.
Die Sendung zeigt auf, dass und wie Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping den Kindern nicht nur ihre Kindheit, sondern auch ihre tibetische Identität stiehlt.
Dazu gibt es wieder Meldungen, Kommentare und – natürlich – Musik, diesmal von John Lennon.

Die Kommunistische Partei Chinas (KPCh)

Im Februar hat sich der 25- jährige Singer/Songwriter Tsewang Norbu in Tibets Haupstadt Lhasa selbst verbrannt. Damit wollte er seinen Protest gegen die Tibetpolitik der chinesischen Regierung ausdrücken. Nun lässt die Partei Norbus Spuren in Chinas Sozialen Medien und aus Musik-Apps entfernen... Was ist das für eine Partei, die eine derart menschenverachtende Politik entwirft und durchsetzt? Die Sendung betrachtet Ereignisse aus der Parteigeschichte bis heute und fragt: Die KPCh – eine Partei der Hybris? Durch die Sendung begleitet uns Musik von Tsewang Norbu.

Redaktion: Sonja Putz und Bernd During von der Tibet Initiative Deutschland e.V. Regionalgruppe Ulm/Neu-Ulm

WIEDERHOLUNG

Die Außerplanmäßige Sendung der Tibetinitiative ist eine Wiederholung vom 18.Juni 2020!

Tibetinitiative 18.Juni

Artist Titel
Wishbone Ash Alone
Wishbone Ash Lullaby
The Lovin' Spoonful Summer in the City
The Moody Blues Go Now!
Otis Redding The Glory of Love
Buffalo Springfield For what it's worth
Trinkhor Never lose the light
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